Samstag, 12. Mai 2012

Back to Back Challenge

Heute war ich bei einem besonderem Ereignis in Swalmen. Das liegt in den Niederlanden direkt hinter der deutschen Grenze. Dort fand ein Weltrekordversuch statt, die Back to Back Challenge.
Es geht bei diesem Wettbewerb darum aus der frischgeschorenen Wolle eines Schafes einen Pullover zu stricken inclusive aller nötigen Zwischenschritte.
Der aktuelle im Guinness Buch der Rekorde eingetragene Rekord liegt bei 4 Stunden 51 Minuten und 14 Sekunden.




Zunächst wurde das zuvor ausgesuchte Schaf von der Herde getrennt.

Mit dem ersten Schnitt des Scherers begann die Zeitmessung. Das Schaf wurde mit einer Schere geschoren.
Kaum war etwas vom Schafsvlies lose, wurde es fortgezogen, um gleich mit dem Spinnen beginnen zu können.
Das Schaf wurde weitergeschoren, bis es sein gesamtes Fell gelassen hatte. Nur diese Wolle darf verwendet werden. Das ist aber reichlich.
Das Schaf wird weitergeschoren. Inzwischen wird schon fleißig gesponnen.












Nach 7 1/2 Minuten war genug Wolle versponnen und gezwirnt, um die ersten Maschen des Pullovers anzuschlagen.






Nun war Zeit sich umzuschauen. Im kleinen Nebenhaus der Pension Groenewoud, wo das Ereignis stattfand, war eine Ausstellung von Pat Ashforth und Steve Plummers Werken zu sehen. Es handelt sich um Bilder im Illusionknit. Nur von der Seite gesehen sieht man das dargestellte Bild deutlich. Im Prinzip ist das zweifarbig krausgestrickt.
Die Anleitungen kann man bei ihnen erwerben.






Auch dreiminensionale Objekte, wie diese Würfel gehören zu den Werken der beiden Designer.





Inzwischen ist das Schaf nackt …

und die Strickstücke wachsen.







Es gab einige Zuschauer, die nicht nur den Strickerinnen und Spinnerinnen zuschauten.


Gleichzeitig wurden die anderen mitgebrachten Schafe geschoren. Jedoch nicht mit der Handschere sondern mit einem elektrischen Schergerät.
Die Feinarbeit wurde aber auch bei diesen Schafen mit der Handschere gemacht.
Zuletzt wurden noch die Hufe beschnitten.
Gegen Ende waren alle Schafe nackt.
 Und ihre Wolle in Tüten verpackt.















Die Weltrekordzeit nähert sich dem Ende. Die Strickerinnen sind aber noch längst nicht fertig. Auch gesponnen wird weiter.
Leider wurde der Weltrekord, der im Guinnessbuch eingetragen ist, nicht gebrochen. Jetzt konnte nur noch der Jahresrekord? von 6 Stunden 11 Minuten geschafft werden.
Es wurde also fleißig weiter gestrickt. Gleichzeitig wurden schon Fäden vernäht.
 DIe Einzelteile sind fertig. Es wird gemeinsam genäht.
Der Pullover ist fertig und passt tatsächlich einem erwachsenen Mann. Der schottische Rekord wurde unterboten.
 Nun ist der Pavillon verlassen.
Die Teilnehmer präsentieren stolz ihr Ergebnis vor dem Banner eines der Sponsoren.
Natürlich haben viele Zuschauer zwischendurch fleißig gestrickt. In dem Raum, wo die Ausstellung war, fand quasi ein Stricktreffen statt, denn draußen war es zwischendurch kühl. Einmal kurz hat es auch geregnet, was sicher auch nicht der Geschwindigkeit der Strickerinnen förderlich war.
Puh das war diesmal ein sehr langer Beitrag.

Kommentare:

  1. das ist ja ein tolles Erlebnis gewesen,da wäre ich auch gerne hingefahren.Schade das ich erst bei dir davon gelesen und gehört habe
    Danke für den schönen Bericht und den vielen Bildern
    LG Bettina

    AntwortenLöschen
  2. Leider konnte ich auch nicht dorthin.
    Danke für die schönen Bilder und den tollen Bericht von dir.
    Lg Renate

    AntwortenLöschen
  3. Caroline Wilden13. Mai 2012 um 16:59

    Liebe Utlinde,
    da hast du ja wirklich etwas tolles Erlebt. Danke für den Bericht:-)
    Schönes hast du auch wieder auf den Nadeln!
    einen schönen Restmuttertag
    wünscht dir
    Caroline

    AntwortenLöschen
  4. Hallo Utlinde
    danke....denn auch ich konnte nicht mit dabei sein....
    die ganzen bilder und deine beschreibungen vermitteln ein gutes bild vom geschehen.
    liebe grüße
    gudrun

    AntwortenLöschen